Abschluss

31. Juli, 2010

Ich will mich nochmals anstrengen und ein paar letzte Worte verfassen – denn ja, ich bin bereits zurück in Europa.

Die letzten paar Monate war ich nicht mehr so schreibwütig wie auch schon. Was wohl auch daran liegt, dass da unten nicht alles ganz so lief wie ich mir das Vorgestellt hatte. Da will man seine Gedanken auch nicht gerade mit der ganzen Welt teilen…

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Kopfbedeckungen

19. Juli, 2010

Wenn man in Kamerun war kann man so einiges über Kopfbedeckungen erzählen.

Ok, da gibt es die klassischen Dinge wie:

  • Riesen Teller mit total viel Eiern drauf freihändig auf dem Kopf
  • Junge Frau mit krass grossem Baumstamm auf dem Kopf rennt an einem beim wandern vorbei
  • Schleier diverser Art und Farbe um den Kopf gewickelt, vor allem im Norden
  • Kunsthaar – frau gibt sich europähisch

Es gibt aber auch Dinge die man so gar nicht erwartet:
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Braindrain

21. Juni, 2010

Während meines Aufenthalts hier geht nun schon der zweite IT-Mitarbeiter nach Amerika. Der Westen saugt hier alles ab was Köpfchen hat und arbeiten will.

Na ja, wem will man es verübeln? Missgunst wäre ja auch fehl am Platz…

Ok, die Schüler die jetzt wärend einem Monat im Computer-Klassenzimmer ohne Lehrer rumgehangen sind – die freuts nicht so. Vor allem auch weil der Kurs gutes Geld kostet.

Reklamiert haben sie allerdings auch erst als das Internet nicht mehr lief :-)

Inheriting Names – Cameroon Style

14. Juni, 2010

During my work for a „Human Ressource Database“ I came across something surprising. It seems like a lot of cameroonian families do have a different tradition of naming their children then we do in Europe.

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Lekunga greift nach den Sternen

28. Mai, 2010

Vor einer Woche habe ich eine „waschechte“ Sängerin kennen gelernt. (Nicht das es ihr bis jetzt viel Geld und Ruhm gebracht hätte)

Eine Woche später hatte sie die Dreharbeiten für ihr erstes und selbst finanziertes Musik-Projekt abgeschlossen. Ich habe somit leider echt knapp die Gelegenheit verpasst als „Witheman“ im Video aufzutreten! :-(

Thematisch drehen sich Song und Video um die (aller erste) Fussball WM die in Afrika bald statt findet. Wer den Song ein paar mal hört wird bald feststellen das er ihn unbemerkt nachpfeift…

Jessica Doh - We Are One

Jessica Doh - "We Are One"

Hier ist das Video: http://www.youtube.com/watch?v=wlH9PFtbu9Y

Na ja, wie auch immer. Inoffizieller Manager bin ich jetzt trotzdem geworden. Wer also irgend eine Gelegenheit weiss wie damit ein bisschen was zu verdienen ist, her mit der Idee! :-)

Wer gerne ein Exemplar kaufen möchte, nimmt bitte mit mir Kontakt auf. Spenden kann ich auch weiterreichen, ehrlich.

Also, hört auf jeden Fall mal rein.

I have Malaria

27. Mai, 2010

Finally I managed to get malaria… :-(

I got 38.5° of fever the first night. But I feel already much better after treatment.

This Africa. I’m telling you!

Going to a Wedding in a Village

19. Mai, 2010

After four hours of driving I reached Manyemen, a small town on the road to Mamfe close to the Nigerian boarder. I had the honour to be invited to a traditional wedding in a village.

All the guests gathered in Manyemen. Together we climbed a pick-up. Old men and women with babies got a seat in the cabin.

As the car entered the jungle we soon realised that the road was really bad. The raining season has already started a bit which made it much worse.

soon we needed to start walking besides the car

For hours we had to jump from the car, walk, pull the stuck car, climb again and so on. When the road was good to drive we always had to take care of our head because of branches. It was already quite tight on this pick-up. So it was not easy to bend down when a branch was coming. Once I was hiding myself under the fat breasts of a fat woman… it was a good strategy – since in this particular case a branch took away here headscarf :-)

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Unglückswoche

12. Mai, 2010

Ich weiss ich habe schon länger keinen toll recherchierten afrika-romantischen Bericht mehr publiziert… sorry for that! :-)

Neueste Nachrichten letzter Woche:

  • Ich und meine Gäste aus der Schweiz sassen genau in dem Taxi das einen Unfall haben musste. Wir kamen mit einem Schock davon.
  • Ich war so dreist und setzte (quetschte) mich auch gleich noch in einen Pickup hintenrein (mit so 15 anderen Leuten oder so) der dann auf der Schlammstrasse prompt umkippte. Auch das habe ich überlebt (aber AUA!).
  • Etwa zu gleichen Zeit stiegen Diebe in mein Haus ein und entwendeten mir, meiner Mitbewohnerin und meinen Gästen verschiedenste Dinge. Mein Laptop, Kamera und Player sind mal weg. D.h. ich hab genau noch die Fotos von Facebook. Die Diebe kamen am Tag übers Dach und waren vermutlich aus der Nachbarschaft oder sonst wie gut informiert.

Die gute Nachricht ist, dass es mir sonst gut geht.

So, das ist doch auch mal eine tolle Afrika-Story?

Absurde Gesprächsfetzen

2. Mai, 2010

Viele dieser Gesprächsfetzen stammen von Diskussionen mit jungen, vermeintlich aufgeklärten Kamerunern zwischen 20ig und 30ig.

In Kamerun gibt es 9 mal so viele Frauen wie Männer. Sicher! Selbst wenn jeder Mann 10 Frauen hätte wären noch welche übrig. Geh doch mal auf den Markt und schau wie viele Frauen es dort hat.

Die Strassen-Bettler in Yaounde sind eigentlich stinkreich. Ausserdem können sie ihre Gestalt wandeln und dich verfluchen.

Wenn du eine Schlange tötest musst du ihr den Kopf abschlagen. Sonst behindert sie dich wenn du über Wasser gehen musst. Besonders die mit den zwei Beinen.

Menschen können sich in Tiere verwandeln.

Wenn ein alter Mann Sex mit einem 15 jährigen Mädchen hat ist das o.k. Solange beide es „wollen“ ist das doch kein Problem.

In Kamerun gibt es Tiger.

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Mangel an allem

19. April, 2010

Letzte Woche war ich auf Besuch in einem ziemlich abgelegenen Spital. Das Spital liegt quasi mitten im Busch an einer Strasse.

Der Spital hat viele Probleme. Es gibt kein Geld, keine Kunden, kein Personal, kein Wasser, keinen Strom, etc.

Spital im Dschungel

Haupttrakt des Spitals

Speziell ist, alles was fehlt ist eigentlich vorhanden: Geld, Patienten, Leute ohne Arbeit, Fluss, diverse Formen von Energie für Strom. Die Probleme die den Spital plagen scheinen mir nur all zu exemplarisch für viele Probleme in Kamerun.

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