Doofe Anmache

1. Februar, 2010 von Boris

Neulich am Strand, ich stehe vor dem Getränke-Stand.

Kommt eine Kamerunerin neben mich und sagt in ziemlich guten Deutsch: “Hallo, ich habe dich doch schon einmal gesehen. Wie heisst du nochmals?”

Ich schaue sie konsterniert an und denke mir, oh nein – nicht schon wieder diese billige Masche! Ich antworte mit irgend einer flüchtigen Ausrede und wende mich wieder dem Getränkestand zu.

Sie lässt nicht locker: “Komm doch mal vorbei, ich kann ja etwas kochen…”.

Ich innerlich: “!!!!!, die geht ja ganz schön ran. Das ist sogar für hier aussergewöhnlich!”.

Lange rede kurzer Sinn. Nachdem ich mich doch noch dazu erweicht hatte etwas mit ihr zu reden viel es mir wie Schuppen von den Augen… es war die Frau des Chefs! :-)

Ganz schön Peinlich. Vorurteile können immer wieder eine brutale Falle sein. Trotz meiner ersten offensichtlichen Unfreundlichkeit darf ich immer noch zum essen kommen, Glück gehabt.

Whiteman rules Africa

1. Februar, 2010 von Boris

Since yesterday the Whiteman does not only rule Africa economically but also in Soccer.

Egypt has won the African Cup of Nations against Ghana.

Well this Pharaohs play as strong as they pray towards Mecca – as they showed us during this cup.

But still I feel pity with all my black broters here in Cameroon. I hope next time is the chance for a team south of the Sahara. :-)

Keep on fighting!

Autopanne nachts im Räuberviertel

1. Februar, 2010 von Boris

Gestern Sonntag. Wir haben spät abends Mutengene – weit herum bekannt als unsicheres Pflaster – gerade passiert und fahren den Berg hoch, als in der Kurve der Motor ausfällt.

Da stehen wir nun also, in totaler Finsternis auf der einsamen Strasse. Zum nächsten belebten und “sicheren” Ort sind es noch einige Kilometer den Berg hinauf.

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“Offizieller Bericht”

30. Januar, 2010 von Boris

Dank Alexander in Tansania hab ich nun auch noch herausgefunden wo die Story für meine Einsatzorganisation verlinkt ist.

Habe den Text vor etwa einem Monat geschrieben, viel Spass beim lesen!

http://www.mission-21.org/deutsch/50-bildung/50-pep.php

Beschneidung

30. Januar, 2010 von Boris

In Kamerun werden vor allem in entlegenen, nördlichen Gebieten immer noch Mädchen an den Genitalien verstümmelt. Davon ist ja korrekterweise die ganze Welt empört. (Nicht das man etwas wirksames dagegen machen würde, aber immerhin mit dem Finger zeigen)

Was erstaunlicherweise kaum jemanden interessiert ist, das bei etwa einem fünftel aller Männer auf diesem Planeten ebenfalls die Genitalien verstümmelt werden. Natürlich geschieht das praktisch ausnahmslos als Kind oder Säugling, ungefragt.

In Kamerun wird (wie auch in Westafrika allgemein, islamischen Ländern, bei Juden und konservativen “Angelsachsen”) praktisch ausnahmslos jedem Knaben die Vorhaut amputiert.

Diverse Leute werden sich nun fragen: “Na und? Ist doch alles halb so schlimm, ist doch nur ein kleiner Schnitt, sieht sowieso viel besser aus und ist erst noch super gesund.”

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Erfreuliches von der Opensource-Front

26. Januar, 2010 von Boris

Da meiner Arbeit im Haupt-Büro sehr viele Hürden im Weg stehen habe ich mich nach weiteren Möglichkeiten umgesehen um meine Zeit sinnvoll zu nutzen.

Fündig wurde ich bei einem Druckerei-Betrieb der der Kirche angegliedert ist.

Die Druckerei heisst Presprint, sie liegt direkt am Meer in Limbe. Für kamerunische Verhältnisse ist das ein super Betrieb. Die Halle ist bestückt mit alten Druckmaschinen. Techniker im Arbeitsmantel gehen ihren Tätigkeiten nach. Frauen falten, binden und leimen Aufträge. Es gibt auch eine kleine Kantine (ich muss lachen wenn ich mir Vorstelle wie ihr euch garantiert etwas völlig falsches darunter vorstellt).

Presprint

Produktionshalle von Presprint

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Suche Bücher

19. Januar, 2010 von Boris

Ich habe mich inzwischen durch den für mich interessanten Teil unserer Haus-Bibliothek (erstellt durch Vorgänger) gelesen. Nun bin ich auf der Suche nach neuem Futter für langweilige Tage.

Könnt ihr mir was empfehlen, oder habt ihr alte Bücher zu “verschenken”?

In zwei Wochen kommt ein Transport von der Schweiz hier her. Wenn ihr was habt gebe ich euch die Adresse zum hin schicken, oder ich kann es im Internet dort hin bestellen wenn es was neues ist.

Was ich gar nicht mag sind diese typischen Krimi-Romane und alles was sich um irgend einen Mord dreht. Dann schon lieber etwas ausgefallenes. Ein Buch das einem neue Einsichten bringt (aber nicht zu esoterisch bitte)  oder die Welt auf den Kopf stellt. Terry Pratchet habe ich praktisch alles schon gelesen, da ist nichts mehr zu holen. Walter Moers ist auch immer wieder ganz lustig… aber inzwischen habe ich ein bisschen genug von so fantasivollem Unfug ;-)

Beispiel: Die letzten beiden Bücher die mir gefallen haben (und die ich praktisch in einem Zug durchgelesen habe) waren “Die Stadt der Blinden” und “Herr Lehmann“.

Bin dankbar für jeden ernst gemeinten Tipp. :-)

Die Antwort zum Huhn

19. Januar, 2010 von Boris

Vor ein paar Tagen habe ich die Antwort auf die wichtigste aller ungelösten Fragen gefunden:

Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?

Und das kam so. In meiner immer wieder kehrenden Palmweinrunde auf dem Heimweg ist auch ein bekennender Atheist. Das ist an und für sich schon bemerkenswert, zumal ich mich in der Provinz von Kamerun aufhalte.

Noch viel bemerkenswerter ist jedoch, dass er ohne zu zögern eine Antwort auf die Mutter aller Fragen hat. Die logische Antwort ist gemäss ihm ganz klar: Das Huhn.

Seine Begründung hatte irgendwie damit zu tun, das das Ei nichts fertiges, nichts ganzes ist. Ich kann es leider nicht mehr ganz nachvollziehen.

Dafür weiss ich noch wie ich seine Antwort durch meine (hier gereiften) theologischen Kenntnisse verfeinert habe:

Gegeben sei eine monotheistische Welt die von eben dem einen erschaffen wurde (sonst funktioniert es nicht).
Als “der Schöpfer” das Huhn kreierte so hat er mit Sicherheit ein Huhn kreiert und nicht ein Ei!

Diese Erklärung war nun auch dem hinter letzten Kameruner völlig einleuchtend und das Rätsel somit entzaubert.

Wie man sieht ist alles halb so kompliziert wenn man nur das richtige Modell verwendet… ;-)

Zopf hui – Spätzli pfui

11. Januar, 2010 von Boris

Daniela und ich haben ein paar kamerunische Freunde zu uns nach Hause eingeladen. Wir wollten für sie einen Schweizer Abend machen.

Die typischen Spezialitäten aus der Schweiz beinhalten oft viel Käse und Milch. Diese zwei Zutaten gibt es im Kamerun aber nicht in guter Qualität, ausserdem sind sich die Leute nicht daran gewöhnt.

Wir überlegten uns also was wir typisches kochen können, ohne ihren Magen zu fest zu belasten.

Da kam uns die glorreiche Idee: Spätzli!

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Müllbeseitigung

4. Januar, 2010 von Boris

Kompost aber auch Plastik und Papier werden in Kamerun üblicherweise im Garten entsorgt.

Verbrennung von Plastik

vorher...

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