Abschluss

Ich will mich nochmals anstrengen und ein paar letzte Worte verfassen – denn ja, ich bin bereits zurück in Europa.

Die letzten paar Monate war ich nicht mehr so schreibwütig wie auch schon. Was wohl auch daran liegt, dass da unten nicht alles ganz so lief wie ich mir das Vorgestellt hatte. Da will man seine Gedanken auch nicht gerade mit der ganzen Welt teilen…

Entschuldigung also zu denen die regelmässig vorbei geschaut haben. Ich habe euch leider ein paar wichtige Erkenntnisse und Erlebnisse “vorenthalten”. Danke auch fürs reinschauen und Feedback geben! Für euch habe ich das schliesslich geschrieben. Ab jetzt müsst ihr euch Infos halt mündlich bei mir abholen :-)

Hier eine Liste von möglichen Beiträgen die ich noch hätte schreiben können:

  • Essen in West-Kamerun
  • Weisse Frau ermordet
  • Die Hure vor meiner Tür
  • Kulturschock über die “eigenen Leute”
  • Alle wollen gehen
  • Der Norden Kameruns
  • Der Versager und die Sklavin
  • Was Korruption bedeutet
  • Leben nur mit Tod (HIV)

…und nicht zu vergessen: “Hightech beim Nigerianer: NaYaBoh

Die Titel sind natürlich wage ;-)

Als es Zeit war das Land zu verlassen war mir eigentlich gar nicht gross danach zumute. Es war auf jeden Fall kein Touri-Trip der nun einfach hinter mir liegt.

Ein Tag vor meiner Abreise ist noch die einzige (!) Brücke zur hälfte zusammen gestürtzt die mich zum Flughafen bringen konnte. So ging ich dann früh genug los und kam mit ein bisschen Stau auch locker rechtzeitig an.

Es ist schon komisch wenn man nach 10 Monaten West-Afrika den Flughafen Zürich betritt! Evtl. ist es sogar schlicht und einfach pervers…

Was ich so mitnehme von meinem Einsatz in Kamerun? So ziemlich viel. Etwas davon will ich aber auf jeden Fall hier nennen: “Ich bin total Empört!” (komischeWelt ist das wo wir drin Leben…)

4 Antworten zu „Abschluss“

  1. Dimi sagt:

    Vielleicht ist jede kleine Welt für sich richtig und in sich stimmig. Wenn man verschiedene Welten miteinander vergleicht (also zum Beispiel die Kamerun-Welt und die Schweiz-Welt), muss man wahrscheinlich zwangläufig empört sein. Wird schon wieder, Bo!

  2. Spirou sagt:

    Ja, Empörung ist ganz gut. Nur bringt sie noch nix. Weder den vielen “armen Leuten”, noch dir, noch sonst wem. Die Frage bleibt doch, wie Empörung in konstruktive Bahnen gelenkt werden kann. Ob und wie Veränderungen bewirkt werden können. Und zu welchem Preis. Ja, jetzt werd ich philosophisch, gibt’s hier irgendwo ein Glas Wein?

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